Diese Webseite verwendet Cookies

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Gegen Mitternacht bemerkte ein Landwirt ein Feuer in seiner etwa 40 mal 20 Meter großen Stallung und verständigte die Rettungskräfte. Beim Eintreffen stand der Dachstuhl des Gebäudes bereits vollständig in Flammen. In dem Stall waren ungefähr 240 Rinder untergestellt. Auf dem Dachboden waren Heu und Stroh gelagert.

Während die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden den Brand von allen Seiten bekämpften und versuchten, möglichst viele Tiere zu retten, leuchtete das THW den Bereich um das Anwesen aus.

Relativ schnell wurde klar, dass für die Löschmaßnahmen im Bereich des Strohlagers schweres Räumgerät benötigt wird. Der Teleskoplader sowie der Kran des Ortsverbades wurden an die Einsatzstelle alarmiert. Zunächst beseitigte der Lader Teile des eingestürzten Daches. Aufgrund der Rauchentwicklung mussten die Arbeiten zum Tei mit schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Der Kran, der mit einer speziellen Verlängerung fast 20 Meter weit greifen kann, räumte das brennede Stroh vom Dach in einen Anhänger. Diese Arbeiten zogen sich noch den ganzen Tag hin.

Um die Räumarbeiten zu beschleunigen wurde in Absprache mit Eigentümer und Feuerwehr Einsatzleitung zusätzlich ein größerer Kran vom THW Roth sowie ein Longfront-Bagger einer Privatfirma eingesetzt. Zum Transport des Baggers musste durch das THW ein Tieflader organisiert werden. Im Auftrag der Polizei sicherten zwei THW Fahrzeuge den Schwertransport ab.

Gegen Mittag wurde vom Einsatzleiter der Feuerwehr noch der THW-Baufachberater vom Ortsverband Neuburg  nachalarmiert, um die Statik des Gebäudes zu beurteilen. Nach genauer Untersuchung wurden Teile des Daches zur Befahrung mit dem Radlader freigegeben. Weiter wurde zusammen mit dem Eigentümer und dem Vertreter der Versicherung beschlossen, die freistehenden Giebel umzulegen, um das Gebäude gefahrlos betreten zu können.

Das Betreuungsteam des BRK versorgte in der Nacht alle Einsatzkräfte mit warmen Essen und Getränken. Die Zusammenarbeit mit den Kameraden der Feuerwehr funktionierte wieder einmal hervorragend.

Der Einsatz vor Ort war nach 20 Stunden beendet. Die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft dauerte noch den ganzen folgenden Tag.

 

Einsatz Nr.: 33 / 2014
Eingesetzte Kräfte THW PAF: 32
Eingesetzte Ausstattung:
ELW Q5
GKW I mit Lichtmast
MzKW
Kipper mit Ladekran
MTW OV
PKW OV A4
40 KVA Aggregat mit Lichtmast
Teleskoplader


Einsatzdauer: 01.10. 00:36 - 02.10. 09:00
Alarmstichwort: B4
Alarm via: Funkmeldeempfänger (Fachberater, Kleinalarm Nacht, Vollalarm Zug)

 

 

 Fotos: THW - Matthes