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Bereits am 8. Januar wurde der THW-Fachberater zu einem Verkehrsunfall auf die B13 gerufen. Ein mit Restmüll beladener LKW kam von der Straße ab und kippte um. Kurz nachdem der eingeklemmte Fahrer durch die Feuerwehren befreit werden konnte, wurde der Technische Zug durch den Fachberater nachalarmiert. Der komprimierte Müll wurde mittels Teleskoplader zum Abtransport verladen, die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet und die Vollsperrung der B13 während der Bergungsarbeiten durchgeführt.

Mitte Januar, also nur kurze Zeit später, wurde ein Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus in Fahlenbach gemeldet. Um die Statik des stark beschädigten Gebäudes zu beurteilen, wurde der Baufachberater vom THW Neuburg hinzugezogen. Das THW Pfaffenhofen stützte zwei Etagen mit circa 60 Baustützen und Holz ab, damit die restlichen Nachlöscharbeiten und die polizeilichen Ermittlungen sicher abgewickelt werden konnten. Zudem wurden Fenster und Türen provisorisch gesichert.

Allein im Januar rückte der THW-Fachberater zu fünf größeren Einsätzen aus. Das THW stellt für die Einsatzleitung vor Ort, aber auch für Führungsstäbe einen Fachberater zur Verfügung. Er soll über die Einsatzoptionen des THW beraten und bei Bedarf die Kommunikation zu allen THW-Einheiten sicherstellen. Im Landkreis Pfaffenhofen rückt der THW-Fachberater bei vielen Einsatzstichwörtern zeitgleich mit der Feuerwehr aus. Die Zusammenarbeit vor Ort mit den Führungskräften der Feuerwehren funktioniert vorbildlich.

Auf den Philippinen kam ebenfalls Hilfe aus Pfaffenhofen an. Mit dem Ende des Einsatzes des THWs kehrte der Pfaffenhofener Michael Matthes nach vier Wochen in den Ortsverband zurück. Rund zwei Millionen Liter Trinkwasser stellten die THW-Einheiten in der mitgeführten Trinkwasseraufbereitungsanlage auf der Insel Bantayan bereit. Das Wasser verteilten sie gemeinsam mit lokalen Behörden an die Einwohner der Region rund um die Stadt Santa Fe. Zudem setzten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte auf der Insel zehn Brunnen instand und sorgten mit Pumpen und Chlorierungsanlagen dafür, dass das Brunnenwasser auch zukünftig sauber bleibt.

In den darauf folgenden Wochen blieben die Anforderungen an den Ortsverband gleichermaßen hoch. Eine randalierende Kuh auf der Autobahn, der Austritt von Schwefelsäure bei einer Spedition und mehrere größere Brände forderten den THW-Fachberater bzw. den Technischen Zug erneut. Zum ersten Mal wurde auch das neue Großtier-Rettungsset angefordert.

Nach einem Wohnhausbrand in Pfaffenhofen wurde der Ortsverband Mitte März durch die Kollegen der Feuerwehr mit den Stichwort "Eigentumssicherung" alarmiert. Die Einsatzkräfte sicherten lose und beschädigte Dachziegel, dichteten das Dach provisorisch mit einer Bauplane sowie mit Dachlatten ab und verbauten den komplett zerstörten Eingangbereich mit Holzplatten.

Im April wurden die Ehrenamtlichen zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen. An einer Nachtbaustelle fuhr ein mit Spanplatten beladener LKW ungebremst auf ein Baustellenabsicherungsfahrzeug der Autobahnmeisterei auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Fahrer so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei wurde ins Krankenhaus transportiert. Die Aufgaben des THW waren der Abtransport der Spanplatten, das großflächige Ausleuchten und Sichern der Einsatzstelle sowie das Ausheben des mit Dieselkraftstoff kontaminierten Erdreiches.

Neben den Einsätzen finden für die Einsatzkräfte zwei bis dreimal im Monat reguläre Ausbildungsdienste statt, um für solche Situationen vorbereitet zu sein. Dazu kommen Einsatzübungen auch mit anderen Rettungseinheiten sowie spezielle, einwöchige Lehrgänge für einzelne Helfer an den THW-Bundesschulen.